die marty architektur ag unterstützt das Japanesenspiel 2013

Das Japanesenspiel 2013

Die Japanesenspiele sind eine auf das Jahr 1857 zurückgehende Fastnachtsspieltradition in Schwyz. Im Mittelpunkt des Freilichtspiels steht jeweils die Figur des japanischen Kaisers Hesonusode, der seine Untertanen in Yeddo-Schwyz besucht. Das Brauchtum der Japanesengesellschaft Schwyz gilt als einzigartig.

In Schwyz hat die Fasnacht wie überall in der katholisch geprägten Zentralschweiz eine lange Tradition. 1857 führte eine Fasnachtsgesellschaft namens Freunde des tollen Lebens eine Revue mit dem Titel Circus Carneval. Sturz der Natur, Triumph der Kunst auf. Das Spiel bot eine willkommene Ablenkung und eine Ergänzung zur üblichen Strassenfasnacht.

Als sich 1862 eine Schweizer Wirtschaftsdelegation auf den Weg nach Japan machte, um mit diesem Land einen Handels- und Freundschaftsvertrag abzuschliessen, wurden die Schwyzer Fasnächtler zu einer neuen Aufführung inspiriert. Noch vor der Ankunft der Delegation fand 1863 mit dem grotesken Stück Die Schweiz in Japan das erste Japanesenspiel statt und die Gesellschaft gab sich den Namen Japanesengesellschaft Yeddo-Schwyz, den sie bis heute trägt. «Japanesen» lautete die damals gebräuchliche deutsche Bezeichnung für die Bewohner Japans, die Japaner, und «Yeddo» (Edo, heute: Tokio) war der Regierungssitz (Sitz des Kaisers und damit Hauptstadt war bis 1868 Heian-kyō, heute: Kyōto). Da die Kenntnisse über das ferne Japan allerdings noch mangelhaft waren, stimmten die Figuren nur teilweise mit der Realität überein, was bei einem närrischen Theater allerdings auch nicht weiter stört.

Autor und Hauptinitiant des Stücks von 1863 war der politisch tätige Unternehmer und «Universalist» Ambros Eberle (1820-1883). Bis zu seinem Tod verfasste er insgesamt sechs Stücke. Danach folgte ein Mangel an kreativen Köpfen, doch die Tradition ging nie unter. Stets wurde in unregelmässigen Abständen von drei bis sechs Jahren der Schwyzer Bevölkerung am Japanesenspiel der Narrenspiegel vorgehalten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde besonders das Weltgeschehen thematisiert und die Diktatoren Hitler, Mussolini und Stalin bekamen ihr Fett ab. 1952 befasste sich der einheimische Schriftsteller Meinrad Inglin, ein Urenkel Eberles, mit dem Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt. 1975 skizzierte Paul Kamer die düstere Vision einer zubetonierten Schweiz, in der auf jeden Berg eine Seilbahn führt und die Bauern nur noch Folklore sind (Quelle: Wikipedia).

marty architektur unterstützt das Japanesenspiel auf dem Hauptplatz in Schwyz auf finanzieller Basis.

 

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